Definition Was ist MISP?

Von Nicole 2 min Lesedauer

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MISP ist ein Open-Source-Werkzeug zur Unterstützung der Cybersicherheit. Es dient dem Sammeln und Austausch von Informationen zu Bedrohungsszenarien. Die Früherkennung von Cyberangriffen und das Ergreifen von Abwehrmaßnahmen sollen damit verbessert werden können.

Grundlagenwissen zum IT-Business.(Bild:  © dizain - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business.
(Bild: © dizain - Fotolia.com)

Mit zunehmender Digitalisierung, Vernetzung und der Entwicklung speziell dazu konzipierter KI-Tools steigen die Häufigkeit, Vielfalt und Raffinesse von Cyberangriffen. Eine Möglichkeit zur Verbesserung effizienter Schutzmaßnahmen bietet MISP (Malware Information Sharing Platform).

Informationssammlung und -austausch

Bei der Malware Information Sharing Platform (MISP) handelt es sich um ein Open-Source-Werkzeug zur Unterstützung der Cybersicherheit. Es dient dem Sammeln und Austausch von Informationen zu Bedrohungsszenarien. Die Früherkennung von Cyberangriffen und das Ergreifen von Abwehrmaßnahmen sollen damit verbessert werden können. Eingesetzt wird die Software von Institutionen und Einrichtungen weltweit; die Nutzung erfolgt wahlweise im Verbund oder als isolierte Lösung.

Funktionsweise

Mittels MISP werden Informationen zu Cyberbedrohungen

  • gesammelt
  • strukturiert
  • analysiert
  • ausgetauscht

Die Software-internen Prozesse finden manuell oder automatisiert statt, wobei die Anbindung an interne Sicherheitslösungen über Schnittstellen erfolgt. Lediglich das Einpflegen von Daten muss manuell geschehen oder zumindest ein Import manuell angestoßen werden. Organisationen entscheiden selbst, ob und mit wem sie ihre gesammelten Daten teilen. Dadurch ist die Nutzung im Kollektiv möglich, beispielsweise indem Inormationen branchenintern verfügbar gemacht werden. Mit dem gemeinsamen Zugriff wird zugleich die Effizienz verbessert: Nicht jedes Unternehmen muss im Alleingang agieren und es steigt die Chance auf umfassende Informationen auch zu neueren Cyberbedrohungsszenarien.

Bedeutung für Unternehmen

Neben einer potenziellen Verbesserung der Cybersicherheit bedeutet der Einsatz für IT-Verantwortliche eine Zeit- und Kostenersparnis. Daten werden zentralisiert verwaltet und fortlaufend aktualisiert, interne Sicherheitslösungen bleiben auf dem aktuellen Stand. Sensible interne Prozesse und Informationen können ebenso wie Kundendaten besser geschützt werden und die Chance auf eine Aufrechterhaltung des Betriebes steigt im Fall aktueller Bedrohungslagen.

MISP im Einsatz

Alle Informationen sind in einer zentralen Datenbank organisiert. Indikatoren wie IP-Adressen, E-Mail-Adressen, Verweise und Dateianhänge erleichtern die frühzeitige Erkennung verdächtiger Aktivitäten. Für Banken wären als Beispiel etwa Pishing-Aktivitäten zu nennen. Durch die Kooperation, also das Teilen der Informationen mit anderen Unternehmen, Institutionen und Behörden steigt langfristig die Sicherheit im digitalen Raum für alle Beteiligten.

Zuverlässigkeit und Grenzen

Die Implementierung und Konfiguration von MISP kann sich abhängig von den Unternehmensinterna als sehr aufwendig und anspruchsvoll erweisen. Die Sorgfalt bei der Einrichtung und Anbindung eigener Sicherheitssysteme optimiert jedoch den Nutzen, was eine eventuelle Investition in IT-Spezialisten relativiert. Im späteren Betrieb hängt das tatsächliche Potenzial von der Qualität und Stimmigkeit der manuell eingepflegten Informationen ab. Das betrifft insbesondere auch das Teilen von Daten beziehungsweise die Verlässlichkeit bei der Nutzung geteilter Informationen.

MISP ist folglich als zentrales Element zur Effizienzsteigerung von Schutzmaßnahmen in einem Gesamtgefüge zu verstehen. Der Effizienzgrad kann jedoch individuell variieren.

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